RZB-Konzern vervierfacht Konzern-Periodenüberschuss im 1. Quartal 2010 zurück
Festes Fundament für eine anhaltend positive Entwicklung
Der Konzern der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 einen Periodenüberschuss vor Steuern von 374 Mio. Euro, was einem Anstieg von 217,4 Prozent im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres entspricht. Der Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) stieg um 284,3 Prozent auf 292 Mio. Euro. Wesentlich beeinflusst war die Verbesserung von den Bewertungsergebnissen: Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen nahmen um 45,5 Prozent auf 325 Mio. Euro ab, die Ergebnisse aus Finanzinvestitionen stiegen um 203 Mio. Euro auf 142 Mio. Euro.
"Der im ersten Quartal 2010 erzielte Periodenüberschuss vor Steuern ist mehr als drei Mal so hoch wie im ersten Quartal 2009. Das ist trotz der Rückgänge im operativen Geschäft eine sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung. Die starke Eigenkapitalausstattung und unser nachhaltiges Geschäftsmodell sind ein festes Fundament für eine anhaltend positive Entwicklung", sagte Walter Rothensteiner, Vorstandsvorsitzender des RZB-Konzerns.
Der Zinsüberschuss ging auf Eurobasis volumenbedingt sowie wegen höherer Kosten für langfristige institutionelle Refinanzierungen um acht Prozent auf 842 Mio. Euro zurück. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um vier Prozent auf 719 Mio. Euro. Dieser Zuwachs resultierte sowohl aus der Aufwertung von CEE-Währungen als auch aus höheren Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Das Betriebsergebnis des RZB-Konzerns für die ersten drei Monate des Jahres 2010 lag mit 607 Mio. Euro um 22 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der leichte Zuwachs der Verwaltungsaufwendungen führte gemeinsam mit der gleichzeitigen Verringerung der Betriebserträge um 10 Prozent im Periodenvergleich zu einem Anstieg der Cost/Income Ratio um 6,9 Prozentpunkte auf 54,2 Prozent.
Im ersten Quartal 2010 blieb die Kernkapitalquote bezogen auf das Kreditrisiko verglichen mit dem Jahresende 2009 nahezu konstant bei 12,0 Prozent. Die Kernkapitalquote bezogen auf das gesamte Risiko verbesserte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent. Auch die Eigenmittelquote verbesserte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 8,8 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte).
Fusion von Raiffeisen International und Cembra
Am 22. Februar wurde die Öffentlichkeit erstmals über die strategischen Überlegungen eines möglichen Zusammenschlusses zwischen Raiffeisen International und RZB informiert. Durch diese Umstrukturierung, an deren Umsetzung seither mit Hochdruck gearbeitet wird, würden die Hauptgeschäftsfelder der RZB – vor allem das Geschäft mit österreichischen und internationalen Firmenkunden – auf die Cembra Beteiligungs AG, eine 100 Prozent indirekte Tochtergesellschaft der RZB, die einen Anteil von 72,8 Prozent an der Raiffeisen International hält, abgespalten und in einem weiteren Schritt die Cembra mit der Raiffeisen International verschmolzen werden. Die Raiffeisen International soll durch die Verschmelzung eine Bankkonzession erhalten und in Raiffeisen Bank International AG umbenannt werden. Die Raiffeisen Bank International würde weiterhin an der Wiener Börse gelistet bleiben.
"Die fusionierte Bank wird mit dem erstklassigen Kommerzkundengeschäft in Österreich, dem engmaschigen Netzwerk in CEE und dem ergänzenden Geschäft in Asien alle bisher schon vom RZB-Konzern bearbeiteten Märkte aus einer Hand abdecken. Darüber hinaus wird das Netzwerk der neuen Bank noch stärker vom Produktentwicklungs-Know-how, das bisher in der RZB angesiedelt war, profitieren", sagte Herbert Stepic, der zukünftige Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen Bank International.
31. Mai 2010


