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RI und RZB-Konzern mit jeweils mehr als doppeltem Konzernüberschuss zurück

RZB-Konzern auf gutem Weg - Fusion voll im Plan

  • Konzern-Periodenüberschuss der Raiffeisen International – ebenso wie der des RZB-Konzerns – mehr als verdoppelt
  • Fusion zur Raiffeisen Bank International voll im Plan
  • RBI mit Konzern-Periodenüberschuss von 472 Mio. Euro (pro forma)

 

"Der RZB-Konzern ist auf einem guten Weg. Das zeigen die positive Ergebnisentwicklung und die plangemäße Umsetzung der optimierten Konzernstruktur", sagte Walter Rothensteiner, Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG und Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen International Bank-Holding AG. "In der neuen Struktur wird die RZB ein fokussiertes Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich und als Konzernzentrale für die gesamte RZB-Gruppe tätig sein. In der künftigen Raiffeisen Bank International bündeln wir das bisher in der RZB angesiedelte Kundengeschäft mit jenem in Zentral- und Osteuropa. Sie wird eine schlagkräftige Top-Bank in ihrem Heimmarkt Österreich und Zentral- und Osteuropa. Außerdem wird sie als einzige österreichische Bank nicht nur in den Welt-Finanzzentren, sondern mit neun Standorten auch in Asien stark präsent sein."

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG, Teil des Konzerns der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2010 einen Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) von 171 Mio. Euro, was einer Steigerung von 118,6 Prozent im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres entspricht (Halbjahr 2009: 78 Mio. Euro). Vor allem die im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 42,2 Prozent gesunkenen Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 560 Mio. Euro (Halbjahr 2009: 969 Mio. Euro) wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Der Periodenüberschuss vor Steuern stieg um 97,8 Prozent auf 304 Mio. Euro (Halbjahr 2009: 154 Mio. Euro), während der Periodenüberschuss nach Steuern einen Zuwachs um 78,2 Prozent auf 212 Mio. Euro (Halbjahr 2009: 119 Mio. Euro) verzeichnete.

"Neben der positiven Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr haben wir in den vergangenen Monaten die Fusion zur Raiffeisen Bank International entscheidend vorangetrieben. Die Raiffeisen Bank International hätte im ersten Halbjahr einen Konzern-Periodenüberschuss erreicht, der mehr als 2,5-mal so groß wie der der Raiffeisen International gewesen wäre. Wir meinen, dass wir damit auch in Zukunft eines der attraktivsten Investments am Wiener Platz bieten", sagte Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International und designierter Vorstandsvorsitzender der RBI.

Raiffeisen Bank International mit attraktiven Financials

Die Verschmelzung fusionsrelevanter RZB-Geschäftsfelder mit der Raiffeisen International ergibt das folgende Pro-forma-Ergebnis Aufgrund fehlender Werte für das erste Halbjahr 2009 können keine Vergleichszahlen angegeben werden.

Die Raiffeisen Bank International hätte in den ersten sechs Monaten 2010 einen Periodenüberschuss vor Steuern von 579 Mio. Euro beziehungsweise einen Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) von 472 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen hätten 608 Mio. Euro ausgemacht.

Der Zinsüberschuss hätte sich auf 1.780 Mio. Euro belaufen. Die Verwaltungsaufwendungen hätten 1.425 Mio. Euro betragen, das Betriebsergebnis 1.261 Mio. Euro. Die neue Bank hätte eine Cost/Income Ratio von 53,0 Prozent ausgewiesen.

Die Bilanzsumme hätte zum 30. Juni 2010 147,9 Mrd. Euro betragen, was einem Anstieg von 1,3 Prozent seit dem Jahresende 2009 ( 31. Dezember 2009: 146 Mrd. Euro) entspricht.

Der Return on Equity vor Steuern wäre auf 12,2 Prozent gekommen.

Die Kernkapitalquote bezogen auf das Kreditrisiko hätte 12,0 Prozent betragen (plus 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahresende 2009), die Kernkapitalquote bezogen auf das gesamte Risiko 9,5 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital, bezogen auf das Gesamtrisiko) hätte 8,7 Prozent betragen (plus 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahresende 2009).

Die Fusion liegt voll im Plan. Der letzte interne Meilenstein war die Genehmigung der Transaktion im Rahmen der Hauptversammlungen von RZB und Raiffeisen International Anfang Juli. Die Einreichung zur Registrierung der Fusion im Firmenbuch soll im dritten Quartal erfolgen. Die Registrierung der Fusion und der Raiffeisen Bank International soll dann im vierten Quartal stattfinden und rückwirkend mit 1. Jänner 2010 wirksam sein.

"Besonders erfreulich ist die Entwicklung der RBI im zweiten Quartal, in dem sich der Nettozinsertrag mit plus 7 Prozent und die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit minus 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal in die richtige Richtung bewegten", sagte Martin Grüll, CFO der Raiffeisen International und designierter CFO der RBI.

Details zur Raiffeisen International

Das Betriebsergebnis der Raiffeisen International ging in der ersten Jahreshälfte 2010 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um insgesamt 17 Prozent oder 183 Mio. Euro auf 889 Mio. Euro zurück. Hauptgründe dafür waren vor allem der niedrigere Zinsüberschuss, das schwächere Handelsergebnis und das negative sonstige betriebliche Ergebnis.

Beim Zinsüberschuss ergab sich in der Berichtsperiode ein Rückgang von 4 Prozent oder 66 Mio. Euro auf 1.430 Mio. Euro. Der Rückgang gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres lag damit unter dem der durchschnittlichen Bilanzsumme in Höhe von 5 Prozent.

Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder 14 Mio. Euro auf 599 Mio. Euro.

Das Handelsergebnis verringerte sich um 21 Prozent oder 25 Mio. Euro auf 94 Mio. Euro. Die wesentlichen Ertragskomponenten stammten hier aus dem zins- und währungsbezogenen Geschäft.

Leichter Anstieg der Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der Raiffeisen International stieg gegenüber dem Ultimo 2009 um 2 Prozent oder 1,8 Mrd. Euro auf 78,1 Mrd. Euro. Während Währungseffekte zu einem Anstieg von 3 Prozent oder 2,7 Mrd. Euro führten, war organisch ein Rückgang um rund 1 Prozent zu verzeichnen.

Kapitalausstattung weiter verbessert

Im Berichtszeitraum erhöhten sich die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG um 2 Prozent oder 193 Mio. Euro auf 8.522 Mio. Euro. Nicht darin enthalten ist der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, weil er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf. Das Kernkapital (Tier 1) verzeichnete gegenüber dem Jahresende 2009 einen Anstieg von 2 Prozent oder 139 Mio. Euro auf 7.211 Mio. Euro. Positiv beeinflusst wurde das Kernkapital von den Aufwertungen der ukrainischen Hryvna um 16 Prozent, des russischen Rubels um 11 Prozent und des weißrussischen Rubels um 10 Prozent. Negative Auswirkungen hatte die Währungsabwertung des serbischen Dinars um 9 Prozent. Die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – sank um 0,2 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent. Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – blieb mit 11,0 Prozent gegenüber dem Jahresende 2009 unverändert. Die Eigenmittelquote erreichte 13,0 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 9,2 Prozent.

Konzern-Periodenüberschuss des RZB-Konzerns im ersten Halbjahr 2010 mehr als verdoppelt

Der Konzern der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2010 einen Periodenüberschuss vor Steuern von 547 Mio. Euro, was einem Anstieg von 18,0 Prozent im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres entspricht (HJ 2009: 463 Mio. Euro). Der Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) stieg um 138,6 Prozent auf 402 Mio. Euro (HJ 2009: 168 Mio. Euro). Wesentlich beeinflusst war die Verbesserung von einem Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Diese nahmen um 52,0 Prozent auf 608 Mio. Euro ab (HJ 2009: 1.267 Mio. Euro).

Die Betriebserträge der RZB fielen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 4 Prozent oder 117 Mio. Euro auf 2.700 Mio. Euro. Die Hauptgründe dafür lagen vor allem im schwächeren Handelsergebnis und im sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Der Zinsüberschuss lag trotz eines Rückgangs der durchschnittlichen Bilanzsumme von 4 Prozent bei 1.790 Mio. Euro und damit nahezu unverändert auf Vorjahresniveau (minus 2 Mio. Euro).

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6 Prozent auf 1.468 Mio. Euro. Dieser Anstieg war einerseits durch die Aufwertungen einiger CEE-Währungen verursacht, andererseits erhöhten sich auch hier z.B. der Rechts- und Beratungsaufwand, der IT-Aufwand und die Abschreibungen auf Sachanlagen.

Das Betriebsergebnis des RZB-Konzerns für die ersten sechs Monate 2010 lag mit 1.232 Mio. Euro um 13,6 Prozent bzw. 194 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die um 4 Prozent niedrigeren Betriebserträge und die um 6 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen führten zu einer Verschlechterung der Cost/Income Ratio. Diese lag mit 54,4 Prozent um 5,0 Prozentpunkte über der der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Die Währungsbewegungen hatten auf die Entwicklung der Bilanzsumme der RZB spürbaren Einfluss und führten seit Jahresbeginn zu einem Anstieg von rund 3,6 Mrd. Euro. Neben dem Anziehen einiger CEE-Währungen war dafür auch die Aufwertung des US-Dollar um 15 Prozent seit Jahresende 2009 ausschlaggebend. Im Gegensatz zu den Vorquartalen wies auch die organische Entwicklung erstmals wieder ein leichtes Plus aus.

Während der Rückgang des Betriebsergebnisses um 14 Prozent den Periodenüberschuss der RZB und damit auch die Rentabilitätskennzahlen belastete, ergab sich durch die verbesserte Situation bei den Kreditrisikovorsorgen eine Erhöhung des Return on Equity vor Steuern. Dieser erreichte für das erste Halbjahr 10,4 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Vergleichswert für 2009. Auch der Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) stieg, nämlich von 5,0 Prozent auf 10,2 Prozent. Diese Steigerung ist auf eine im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich niedrigere rechnerische Steuerquote zurückzuführen.

Die Kernkapitalquote bezogen auf das Kreditrisiko sowie die bezogen auf das gesamte Risiko verringerten sich jeweils um 0,1 Prozentpunkte auf 11,7 bzw. 9,3 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital, bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug wie zum Jahresende 2009 8,5 Prozent. Bei der Eigenmittelquote betrug der Rückgang 0,3 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent per 30. Juni 2010. 


 Alle angeführten Zahlen gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS).

31. August 2010